Bertolt Hering

Farben der Natur

Farbphänologie

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Unsere Vorfahren haben seit Jahrtausenden die im Jahresablauf wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen in der Natur beobachtet und ihr Leben danach ausgerichtet.

In historischer Zeit ist die älteste Beobachtungsreihe die Vollblüte der Kirsche, die in Japan am kaiserlichen Hof seit dem Jahr 812 notiert wurde.

In der Neuzeit wurde der Wissenszweig der Phänologie (Lehre der Erscheinungen) im 18. Jahrhundert von Carl von Linné begründet.

Heutzutage werden die phänologischen Daten meist von Beobachtern der Wetterdienste erhoben. Die Eintrittszeiten charakteristischer Vegetationsstadien (Phänophasen) werden festgehalten. Sowohl Stadien vegetativer Entwicklung (z.B. Blattentfaltung und Laubverfärbung) als auch reproduktive Phasen (z. B. Blüte und Fruchtreife) werden betrachtet. Aber auch die Ereignisse in der Tierwelt lassen sich phänologisch betrachten und zuordnen (z.B. Hochzeitsflug der Ameisen). Anwendung findet die Phänologie als wichtige Informationsquelle für den richtigen Zeitpunkt landwirtschaftlicher Maßnamen und in langfristiger Prognostik z.B. in Vorhersagen des fortschreitenden Klimawandels.

Die Farbphänologie wurde erst durch die Entwicklung von standardisierten Farbsystemen im 20. Jahrhundert ermöglicht. Bertolt Hering entwirft in dem PDF-Katalog „Farben im Jahreskreis …“ eine farbenorientierte Phänologie Mitteleuropas. Die Farbenphänologie liefert wichtige natürliche Grundlagen für Farbästhetik in Architektur und Landschaftsgestaltung.

Mit dem Artikel „Symphänologie der Farben – Der Farbwandel von Pflanzengesellschaften und Landschaften“, der 2007 in Tuexenia 27 (externer Link) erschien, hat Bertolt Hering die Farbensymphänologie als Wissenszweig der Geobotanik und Pflanzensoziologie etabliert.

Der Deutsche Wetterdienst hat im Phänologie-Journal Nr. 27 vom Dezember 2006 die Farbenphänologie Bertolt Herings unter dem Titel: „Farbenphänologie – Farbbeobachtungen an Weichholzaue und Röhricht im Jahreslauf“ den phänologischen Beobachtern bekannt gemacht. Extner Link zum DWD: https://www.dwd.de/DE/leistungen/phaenojournal/phaeno_journal_nr27.pdf;jsessionid=5DE3FCC5DF18FDAA674AF34130FAEED8.live31082?__blob=publicationFile&v=2

Wittich und Langhoff haben in Phänologie-Journal Nr. 31 in dem Artikel „Farbphänologie: Beobachtung der Grasvergilbung“ 2009 den farbphänologischen Gedanken aufgegriffen und in die Beobachtungsreihen des Deutschen Wetterdienstes integriert. Externer Link zum DWD: https://www.dwd.de/DE/leistungen/phaenojournal/phaeno_journal_nr31.pdf;jsessionid=5DE3FCC5DF18FDAA674AF34130FAEED8.live31082?__blob=publicationFile&v=2


Weitere externe Links zu Phänologie:

Phänologie beim Deutschen Wetterdienst (DWD): https://www.dwd.de/DE/klimaumwelt/klimaueberwachung/phaenologie/phaenologie_node.html

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Österreich): https://www.phenowatch.at/ueber-phaenologie

MeteoSchweiz:
https://www.meteoschweiz.admin.ch/wetter/wetter-und-klima-von-a-bis-z/phaenologie.html

Natur’s Calender (Woodlandtrust):
https://naturescalendar.woodlandtrust.org.uk/

National Phenology Network (USA):
https://www.usanpn.org/

Nature Watch (Kanada):
https://www.naturewatch.ca/